Gut Ding will Weile haben

Heute geht es um folgende Bibelstelle.

Liebe Brüder, wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber.

Denn wenn ihr euch darin bewährt, wächst eure Geduld.

Und durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen
Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen.
(Jakobus 1,2-4 Bibel)

Okay, so wie ich das hier sehe geht es um etwas, dass jeder kennt und keiner gerne mag nämlich schwierige Situationen. Ich weiß nicht, was wir alle unter schwierigen Situationen verstehen und sicher gibt es da auch gewisse Unterschiede was als schwierige Situation zu verstehen ist. Nehmen wir beispielsweise einen Nichtschwimmer, für den sind 50m im offenen Meer schwimmen eine ganz schön schwierige Situation. Für einen routinierten Langstreckenschwimmer sind das Peanuts. Doch klar ist, auch der Langstreckenschwimmer kommt einmal in schwierige Situationen. Nur ist die Grenze eben weiter verschoben. Wir halten also fest, dass schwierige Situationen in gewisser weiße relativ aber sie doch jeder kenn. Und sicher kann man sagen, dass schwierige Situationen in der Regel nichts Angenehmes sind. Lieber hat man es doch so, dass alles funktioniert und wunderbar läuft. Am besten so wie man es sich gerade vorstellt. Doch hier steht, dass schwierige Situationen etwas Gutes haben. Sie sind sogar so gut, dass man sich freuen soll. Das klingt schon mal total paradox. Nehmen wir einmal an es ist etwas total Trauriges passiert und jetzt soll ich mich freuen? Das passt doch überhaupt nicht zusammen. Doch vielleicht finden wir ja am Ende noch die Lösung.

Zunächst einmal steht hier, dass schwierige Situationen für unseren Glauben eine gewisse Prüfung darstellen. Das Ergebnis dieser Prüfung steht hier auch schwarz auf weiß. Die Geduld wächst. Jetzt heißt Geduld nichts anderes wie „die Fähigkeit, warten zu können“. Um also Geduld zu haben muss man auf etwas warten. Damit man auf etwas warten kann, muss man etwas versprochen bekommen haben oder zumindest sonst irgendwie etwas in Aussicht haben. Darauf, dass es im Sommer zu schneien anfängt kann ich zwar warten, aber hier hilft auch Geduld nicht. Das wird einfach nicht passieren. Aber darauf dass auf einen Montag auch wieder ein Freitag folgt und dann ich das Wochenende frei habe, kann ich warten. Weil mir das per Gesetz „versprochen“ wurde. Ich brauche nur Geduld zu haben und schon ist Freitag. Also können wir sagen, Geduld setzt ein Versprechen voraus auf das gewartet wird.

Doch worauf warten wir denn? Wer hat etwas versprochen? Ich denke in dem Fall geht es um viele Versprechen. Eines davon ist, dass Gott versprochen hat, dass seine Kinder einmal bei ihm im Himmel sein dürfen und das es dort nur noch gutes gibt. Hierauf spielt der letzte Vers, denke ich an. Aber der Glaube bezieht sich ja nicht nur darauf, einmal bei Gott sein zu dürfen. Er fängt ja jetzt schon an und darauf verlassen wir uns jeden Tag neu. Bei allem was wir Gott im Gebet sagen, muss Glaube vorhanden sein. Das Hoffen darauf, dass Gott seine Versprechen hält. Sonst bräuchte man es ja nicht zu tun und könnte sich die Zeit sparen. Geduld und Glaube setzten also Hoffnung voraus. Hoffnung entsteht daraus, dass man an etwas glaubt bzw. auf etwas vertraut. Und damit schließt sich der Kreis. Wenn ich in meinen schwierigen Situationen meine Hoffnung auf Gott setzte und geduldig darauf warte, dass er handelt. Dann wächst mein Glaube immer mehr. Und darum kann ich fröhlich sein, weil ich weiß dass ich von schwierigen Situationen profitieren kann und Gott mich liebt.

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